ULTEM und PA-FR erfüllen die sogar die strenge UL-Brandschutznorm UL94V0

Zu den hohen Anforderungen, denen 3D-gedruckte Bauteile in einigen Bereichen genügen müssen gehört nicht zuletzt eine nach wissenschaftlichen Standards zertifizierte Feuerfestigkeit. Dabei hat sich die UL94-Norm in der Fachwelt als das Maß der Dinge in Sachen Zertifizierung schwer entflammbarer Materialien durchgesetzt.

UL testet Produkte und Materialien bereits seit 1894

UL steht in diesem Zusammenhang für Underwriters Laboratories. Hierbei handelt es sich um eine bereits 1894 gegründete, unabhängige Organisation, deren Aufgabe darin besteht, Produkte hinsichtlich ihrer Sicherheit zu untersuchen und zu zertifizieren. Der Hauptsitz von UL befindet sich in Northbrook, Illinois (USA), während die in Neu-Isenburg (bei Frankfurt am Main) ansässige UL International Germany GmbH zugleich als Zentrale für Europa und Lateinamerika fungiert.

Unter dem exakten Titel „Tests for Flammability of Plastic Materials for Parts in Devices and Applications“ (= Tests zur Brennbarkeit von Kunststoffen für Teile in Geräten und Anwendungen) befasst sich die UL94-Norm mit dem Brandschutz bei Kunststoff-Komponenten. Diese wurde inhaltsgleich in die Deutschen Industrie-Normen (DIN) IEC/DIN EN 60695-11-10 sowie -20 übernommen.

Das der UL94-Norm zugrunde liegende Testverfahren beruht darauf, dass der zu testende Kunststoffkörper für einen genau festgelegten Zeitraum in eine Bunsenbrenner-Flamme eingetaucht, welche  im Falle der V-Normen eine Leistung von 50 Watt aufweist, was einer 20 mm hohen Flamme entspricht.

2 Mal 10 Sekunden Eintauchen in eine Flamme aus dem Bunsenbrenner

Konkret besteht der Test auf die für unsere 3D Materialien ULTEM und PA-FR relevante UL94V0-Norm in einem 2-maligen Eintauchen des Testobjekts in eine nach 10 Sekunden selbstverlöschende Bunsenbrenner-50-Watt-Flamme, die jeweils maximal 30 Sekunden nachglimmen darf. Im Unterschied zur HB-(=Horizontal Burn-)Testmethode wird der Prüfkörper im V0-Test vertikal positioniert und am unteren Ende entzündet. Damit gilt dieses Testverfahren (einschließlich 94V1 und 94V2) als noch strenger als das HB-Verfahren.  Anders als im V2-Test sind brennende Tropfen im V0-(wie auch im V1-)Test nicht zulässig.

Fassen wir also zusammen: Unsere 3D-Druck-Materialien ULTEM und PA-FR sind von der UL-Labors darauf überprüft worden, dass sie einer 50 Watt starken, 20 mm hohen, nach 10 Sekunden selbstverlöschenden Bunsenbrenner-Flamme einem 2-maligen vertikalen Eintauchen Stand halten, ohne in brennende Tropfen zu zerfließen. Damit erfüllen ULTEM und PA-FR höchste Anforderungen für einen Einsatz in brandgefährdeten Bereichen.

ULTEM ist ein dem bekannten 3D Material ABS (=Acrylnitril-Butadien-Styrol) ähnlicher Kunststoff, welcher (ebenso wie ABS) im FDM-Verfahren zum Einsatz kommt. Im Gegensatz wird PA-FR, wie alle anderen PA-(=Polyamid-)Kunststoffe auch, im Selektiven Lasersintern (auch als SLS-Druck bekannt) gedruckt.

Verwendung finden feuerfeste Materialien insbesondere im Flugzeugbau und in der Automobil-Herstellung. Schließlich müssen in Kraftfahrzeugen und Flugzeugen alle Armaturen flammhemmend sein, um die Überlebenschancen der Insassen im Unglücksfall zu erhöhen.

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