Die von HP entwickelte MultiJet-Modeling-Technologie eröffnet neue Möglichkeiten der additiven Fertigung

Bereits 2013 hatte die damalige Hewlett-Packard(HP)-Chefin Meg Whitman einen eigenen 3D-Drucker für Mitte 2014 angekündigt. Es sollte dann allerdings noch etwas länger dauern, bis das Unternehmen im Mai 2016 endlich seine beiden selbst entwickelten Geräte, den HP Jet Fusion 3D 3200 und den HP Jet Fusion 3D 4200 auf den Markt brachte.

Wir von 3D Activation freuen uns, Ihnen dieses, von HP bei dieser Gelegenheit entwickelte MultiJet-Modeling-Verfahren jetzt als weiteres 3D-Druck-Verfahren anbieten zu können, weshalb Ihnen diese Technologie und ihre Vorzüge an dieser Stelle näher erläutern möchten.

Der HP Multi Jet Fusion auf einen Blick

Quelle: © HP

Wie funktioniert die HP-3D-Druck-Technologie genau?

Konkret handelt es sich bei diesem 3D-Druckverfahren um die sogenannte Multi Jet Fusion- Technologie.

Dieses, stark vom 2D-Tintenstrahl-Druck inspirierte Verfahren beruht darauf, dass in einem mit Pulver gefüllten Bauraum, mittels Inkjet Druckkopf und 2 speziellen Binderflüssigkeiten in ein Pulverbett gedruckt wird. Bei diesen beiden Flüssigkeiten handelt es sich um eine wärmeleitende und eine, die als thermischer Hemmer fungiert. Während erstere das eigentliche Objekt bindet wird letztere an dessen Rändern aufgetragen. In einem weiteren Arbeitsschritt verschmelzen Infrarot Energiequellen über dem Druckbett dann in einem weiteren Schritt die jeweilige Schicht.

Die beiden HP-3D-Drucker im Vergleich

Rein äußerlich unterscheiden sich der HP Jet Fusion 3D 3200 und 4200 nicht voneinander, allerdings bietet der 4200-er mit 4500 cm³ pro Stunde die schnellere Druckgeschwindigkeit, während es der 3200-er auf nur 3500 cm³ pro Stunde bringt.

Zugleich erreicht der 4200-er mit bis zu 70µm auch eine höhere Genauigkeit, gegenüber 80 bis 100µm beim 3200-er. Für Bauteile mit weniger Anspruch auf Genauigkeit besteht beim 4200-er die Möglichkeit, die Einstellung auf bis zu 120µm zu verändern.

Als zusätzliches Extra bietet der 4200-er zudem das Fast Cooling an. Damit lässt sich der Abkühlungsprozess weiter verkürzen und somit ein höherer Durchlauf erzielen.

Gemeinsam haben beide Drucker eine Bauraumgröße von 406x305x406mm, ein Boxmaß von 2178x1238x1448mm, sowie einen identischen Druckkopf, mit einer Auflösung von 1200 dpi.

Schaubild zur MultiJet-Fusion-Technologie von HP

Schaubild zur MultiJet-Fusion-Technologie, Quelle: © HP

Welche Vorzüge hat dieses additive Verfahren?

Durch den Einsatz der zweiten wärmehemmenden Flüssigkeit ermöglicht Multi Jet Fusion einerseits scharfe Kanten, andererseits eine gute Oberflächenqualität.

Im Vergleich zum SLS-Druck kann die die Energiequelle bei Multi Jet Fusion zudem für wesentlich längere Zeit auf die Materialien einwirken, was sich positiv auf die Bauteileigenschaften auswirkt.

Welches Materialien lassen sich in dieser Technologie verarbeiten?

Entsprechend dem Selektiven Lasersintern (SLS) basiert Multi Jet Fusion in der Regel auf PA-Kunststoffen, wobei HP selbst PA12 für seine beiden 3D-Drucker anbietet. Diese sind jedoch als offenes System konzipiert, so dass Ihnen eine breite Auswahl an thermoplastischen Kunststoffen für den HP-Fusion-Jet-Druck zur Verfügung steht.

Sie möchten sich die Möglichkeiten des MultiJet-Fusion-Printings gerne selbst testen? Wenden Sie sich an uns! Neben dem Drucken selbst bieten wir Ihnen auch 3D-Druck-Schulungen in dieser Technologie, wie selbstverständlich auch in anderen Verfahren.

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